… auf Pump …
… gut, der Titel könnte jetzt etwas verwirren.
Ab heute bekommt das Kind abgepumpte Muttermilch. Zumindest ein paar Tage bis endlich die Rhagaden (sind tiefe, zum Teil nässende oder blutende Einrisse in den Brustwarzen) geheilt sind. Damit endlich die Schmerzen aufhören… Ich habe nur noch wiederwillig gestillt, meine Milchmenge ging dadurch zurück, weil ich mich mit den Schmerzen einfach nicht mehr entspannen konnte. Ich hab fast täglich Schmerzmittel genommen. Jede Stillmahlzeit war Horror vor mich. Heulen war an der Tagesordnung. Und Anfang der Woche hab ich die Schmerzen einfach nicht mehr ausgehalten und hab meine Hebamme angerufen.
Jetzt hab ich wieder eine Milchpumpe hier, hab gerade schon 160 ml abgepumt, die Zwergnase nachher aus der Flasche bekommt. Für mich ist es eine gute Lösung, weil ich – hoffentlich – endlich weniger Schmerzen hab, bis irgendwann mal keine mehr da sind. Ob ich den Kleinen dann noch von der Flasche zurück an die Brust bekomme ist fraglich. Aber dann pumpe ich eben und kann die abgepumpte Muttermilch mit all ihren Vorteilen per Flasche füttern.
Wie es nun weitergeht müssen wir gucken, aber ich bin froh, dass jetzt endlich was passiert, damit es mir besser geht. Ich hab so lange gekämpft, über sechs Wochen lang. Mein Kleiner braucht endlich eine entspannte, zufriedene Mutter.
Auch wenn es schon besser ist als vor ein paar Wochen – gut ist es bisher sehr selten gewesen (und dann nur unter Schmerzmitteln). Die wenigen Male habe ich in vollen Zügen genossen. Ich freue mich jetzt aufs Flasche füttern, wenn ich meinen Sohn ganz fest in den Arm nehme und ganz doll mit ihm kuschel. Trotzdem sitze ich jetzt hier und heule, weil ich Angst habe, durch das Pumpen das letzte körperliche Band zwischen ihm und mir zu kappen. Aber ich will das Beste für mein Kind und vielleicht ist es für den Kleinen, das Stillen und mich noch nicht zu spät…


Ach Du!
Das eigentlich wichtige Band zwischen Euch kann nicht durchtrennt werden… Niemals! Auch dann nicht, wenn der Kleine mal vor Euch steht und sagt, dass er ausziehen will.
Ich kenne Deine Gedanken von Katrin. Das ist mit ein Grund warum sie relativ lange gestillt hat. Irgendwann hat das Hannah aber selbst entschieden und wollte nicht mehr an der Brust trinken. Irgendwann kommen diese Schritte von ganz allein… Ob heute oder morgen, das ist doch eigentlich egal, wenn man bedenkt, dass Euch so viel mehr als Äußerlichkeiten verbindet.
Ihr macht das schon perfekt, da bin ich mir ganz sicher!
Also ich finde auch, dass Du durch evtl. Abstillen kein Band zwischen Dir und dem Kurzen verlierst. Wasn Quatsch. Und Schmerzmittel zu nehmen, damit man stillen kann, finde ich nicht prickelnd, Du gibst Finn ja die Medikamente mit der Muttermilch mit. Was nicht geht, geht nicht. Aus. Wie schon gesagt, Du bist dadurch doch keine schlechte Mutter. Es muss Euch beiden gut gehen, sonst wird das nichts. Dat wird schon mit der Zeit.