… Musik …

… Fluch oder Segen? Ich kann mich nicht entscheiden.

Musik – was wäre die Welt ohne sie? Leise. Sehr Leise. Langweilig. Ruhig. Leer.

Ich höre viel Musik, auch viel verschiedene Musik. Natürlich hab ich meine Favoriten, aber ich mag eben Musik.

Musik hat mir durch schon so manche Krise geholfen, hat mir geholfen, meinen Tränen freien Lauf zu lassen, hat mich wieder getröstet. Musik hat mir Kraft gegeben, mir Mut gemacht. Musik hat mich fröhlich gemacht, mich zum Tanzen und singen bewegt (laut und schief am liebsten). An viele Songs hab ich ganz besondere Erinnerungen, wunderschöne Momente, die für immer mit dem Song verbunden sind.

Aber manchmal ist es eben auch die Musik, die einen umhaut, wenn man glaubt, es geht einem gut und dann hört man diesen einen speziellen Song, der einen so tief trifft, dass man – obwohl man eben noch übers ganze Gesichte strahlte, weil es einem eigentlich sehr gut geht – in Tränen ausbricht, etliche Taschentücher braucht und kaum Luft bekommt, um sich zu beruhigen.

Musik, bei der man das Gefühl hat, dieser eine Text wäre direkt für einen geschrieben. Musik, bei der man sich fragt, wie es angehen kann, dass jemand genauso fühlen kann, wie man selbst, obwohl man sich fragt, wie man da wieder rauskommt. Musik, die einen so berührt macht, dass man sich nicht mehr wehren kann.

 

Ich denke, Musik ist beides: Segen und Fluch. Mein Leben wäre nichts ohne die Musik, aber es gibt so Songs in so bestimmten Momenten, auf die ich einfach sehr gut verzichten kann. Ich werde weiter Musik hören und besser kann man es gar nicht sagen:

 

… entspannt …

… bin ich. Ganz entspannt. So entspannt wie noch nie am Geburtstag des Sohnes…

Der Haushalt ist fertig, alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. Ich sitze tatsächlich auf der Terrasse in der Sonne und freue mich auf die Rückkehr des Geburtstagskindes, das ein paar Stunden mit seinem Vater verbringt.

Woran genau das liegt weiß ich nicht, vielleicht daran, dass ich den Plan “mal nicht so ein Riesentheater” zu machen, zumindest halbwegs umgesetzt hab, vielleicht an den Ereignissen der letzten Tage, vielleicht aber auch daran, dass ich mich sehr verändert hab. Keine Ahnung.

Ich bin so rundum zufrieden heute… Schönes Gefühl… (Der Post zum Geburtstag des Sohnes kommt noch, dass ist mir mit dem Handy zu kompliziert.)

Schönen Tag Euch allen…

… dieser Artikel …

… liest sich (zumindest am Anfang) für mich, als hätte ich ihn geschrieben.

vom (sich) Wiederfinden

Schon seit gefühlten Ewigkeiten war ich nicht mehr mit der Kamera unterwegs. Zum einen fehlt mir schlicht die Zeit, als alleinerziehende, berufstätige Mutter im Eigenheim mit Garten ist es nicht so einfach. Vor ein paar Wochen noch hatte ich jedes zweite Wochenende frei, nun arbeite ich eben diese Wochenenden.

Zum anderen fehlt mir ein bisschen die Inspiration, ich hinterfrage jedes Motiv. Früher hab ich einfach auf den Auslöser gedrückt und hinterher geguckt, was daraus geworden ist, verworfen oder bearbeitet. Je nachdem. Heute drücke ich gar nicht erst auf den Auslöser, weil ich mich frage, warum sollte ich das 736. Bild von Wolken am Himmel machen. Ich hab doch schon 735.

Selbst auf der Hochzeit meiner besten Freundin hab ich kaum Bilder gemacht. Nur ein paar Schnappschüsse. Mehr nicht. Dabei wollte ich so gerne tolle Bilder machen, als weiteres Geschenk. Die Bilder, die ich hatte, hab ich ihr gegeben und sie hat sich trotzdem sehr gefreut.

Und für Bilder von meinem Sohn muss ich mich manchmal schon zwingen, die Kamera in die Hand zu nehmen, um zumindest ein paar Bilder von meinem Sohn zu machen. Ich möchte so viel festhalten, er wird so schnell groß. Aber die Kamera liegt auf dem Schrank und setzt Staub an.

Meine kleine Kamera ist leider kaputt, ist dem Sohnemann aus Versehen runtergefallen, direkt aufs Objektiv. Tja, das wars dann. Vielleicht gibt es irgendwann eine neue. Mal sehen, im Moment gerade eher nicht.

Fotografieren war immer meine große Leidenschaft. Aber seit dem mein Leben sich so radikal verändert hat, ist diese Leidenschaft irgendwie erloschen. Ich finde das selbst schade und vor allem blöd, Fotografieren ist eines der schönsten Hobbys, die es gibt (übrigens verhält es sich mit dem Nähen genauso!). Aber ich kann mich einfach nicht motivieren.

Ich hoffe sehr, es kommt irgendwann zurück. Im Moment hab ich einfach wieder das Gefühl, zu viel zu wollen, das perfekte Bild zu machen und bin dann enttäuscht, wenn ich es nicht schaffe. Meine eigenen Ansprüche sind sehr hoch. Überall springen einem (augenscheinlich) perfekte Fotos entgegen, sei es in der Blogwelt oder in den sozialen Netzwerken. Und meine eigenen Ansprüche werden dem halt im Moment nicht gerecht. Eigentlich ein Grund, es extra zu versuchen, zu probieren, zu experimentieren. Aber ich fühle mich derzeit davon erdrückt und hab das Gefühl, keine guten Bilder mehr zu machen, sondern nur stümperhafte Amateuraufnahmen. Und dafür ist mir meine Zeit schlicht zu schade im Moment. Es gibt wichtigere Schlachten zu schlagen.

Aber ich hoffe sehr, dass es irgendwann zurückkommt, das Verlangen, zu fotografieren und vielleicht dann auch mal ein perfektes Bild zu machen. Bis dahin wisch ich zwei Mal die Woche den Staub von meiner Kamera…

… tja, verdacht …

… ja, ich dachte ehrlich, sowas passiert mir heute nicht mehr. Nach allen Pleiten, Pech und Pannen in meinem Leben dachte ich, ich wäre endlich schlauer:

Tja, verdacht.

Ich will und werde hier keine Details Preis geben, aber es ist alles ganz anders als die Welt glauben mag.

Eigentlich ist es mir auch egal, was die Leser denken. Das ist mein Blog. Und wenn jemand glauben will, was er will, kann ich sowieso reden bis ich Fusseln am Mund bekomme, ich werde eh missverstanden. Ich kenne den Grund für diesen Post. Und das reicht. (Und wenn ihn jemand auch wissen möchte, dann kann er ja gerne fragen.)

… gerade eben…

… gehe ich wie immer vorm schlafen gehen nochmal zum Zwerg.

Kind: Guten Morgen Mama.
Ich: Süßer ich geh erst ins Bett. (das gleiche hatten wir diese Woche schon mal…)
Kind: Ich guck mal wie spät das ist. Oh schon 22:59  Uhr(ja das Kind kann die Uhr lesen)
Ich: Schlaf schön weiter mein Schatz. Ich bin so froh dass es Dich gibt.
Kind: Mama, ich bin doch immer da. Ich geh nicht weg.
Ich: Ich lieb Dich.
Kind: Ich dich auch, Supermama.

Ich brauch ein Taschentuch, bitte.

Solche Momente zeigen mir einfach, dass ich es trotz der allgemeinen Doofheit unserer Situation ganz gut hinbekomme… Ein Kind zu haben ist das Einzigartigste, das ich erleben darf…

… mir meine Meinung lassen …

… seit ich Mutter bin (davor wahrscheinlich auch schon, da ist es mir nur nicht so aufgefallen), höre ich in Bezug auf 1.000 verschiedene Themen 100.000 verschiedene Meinungen.

Der eine sagt das, der andere meint dies und der Dritte im Bunde sagt was ganz anderes. Und warum? Meine Meinung zu dem Thema ist schlicht ergreifend: Weil man nichts pauschalieren kann. Weil eben jede Familie anders ist.

Zum Beispiel:

Klar, Stillen ist das Beste fürs Kind. Ohne Zweifel, auch ich habe gestillt. Aber wenn eine Mutter da sitzt und jedes Mal schon fast weinen muss, weil sie damit einfach nicht klar kommt, ihr Kind zu stillen und es für sie nur Zwang ist, “weil man das nunmal so macht”, dann kann es nicht richtig sein. Und wenn sie dann abstillt, sich aber von anderen anhören muss, “wie kannst Du bloß?”, dann frage ich mich, was daran richtig ist.

Andere Mütter gucken mich immer fragend an, wenn ich sage, dass ich 3 Jahre zuhause bei meinem Kind war. Für mich war es die reinste Selbstverständlichkeit. Aber ich respektiere jede andere Mutter, die ihr Kind früher in den Kindergarten gibt. Egal, ob es sein muss oder weil sie möchte. Nur weil ich 3 Jahre zuhause war, heißt das doch noch lange nicht, dass dieser Weg auch für andere auch richtig ist. Das muss doch jeder selbst wissen.

Da gibt es Mütter, die sagen, man muss mit 3 Monaten mit der Erziehung anfangen und dem Kind Benehmen beibringen und es gibt Mütter, die nehmen ihr Kind noch mit 2 Jahren bei jedem, aber auch wirklich jedem kleinen bittenden Tönchen auf den Arm.

Es gibt Familien, die kaufen nur noch Bio-Lebensmittel und andere Familiene, die kaufen nur beim Discounter.

Und für solche Situationen könnte ich aus dem Stand ohne Nachzudenken noch 1.000.000 weitere Beispiele nennen.

Eben ging bei FB eine Diskussion los, warum mein Kind mit Stützrädern Fahrrad fahren lernt. (kurze Anmerkung: Der Sohnemann hat heute zum Kindergartenstart nächste Woche von Oma und Opa ein gebrauchtes Fahrrad inkl. Stützrädern und Helm bekommen!) Und warum er kein Laufrad hat. Und warum er nicht ohne Stützräder fahren lernt. Und darauf gibt es nur eine Antwort: Weil WIR das so entschieden haben.

Seit ich Mutter bin, habe ich sehr oft das Gefühl, dass man mir vorschreiben möchte, was ich zu tun und zu lassen habe, kurz: was richtig ist.

Aber es gibt für unsere Familie, für meinen Mann, meinen Sohn und für mich nur einen perfekten Weg und das ist UNSERER! WIR treffen die Entscheidungen. WIR bestimmen die Richtung. Ich will nicht sagen, dass alle unsere Lebensentscheidungen richtig und perfekt waren, sind und sein werde. Ich möchte nur sagen, dass WIR sie getroffen haben, weil sie UNS richtig erschienen. Ich lebe mein Leben nicht mehr nach den Meinungen anderer. Ich bin gerne bereit, sie mir anzuhören und zu überlegen, ob sie für mich richtig sind. Und wenn sie das nicht sind, erwarte ich schlicht und ergreifend, dass toleriert wird, dass wir uns anders entschieden haben.

So, wie ich jedem, der einen anderen Weg geht, Verständnis entgegenbringe. Ich muss doch nicht damit leben! Jeder muss sein Leben leben, da gibt es für mich inzwischen keine zwei Meinungen mehr.

Aber ich möchte, dass mir meine Meinung gelassen wird, das jemand auch mal zu mir sagt: “Ok, ich teile Deine Meinung zwar nicht, aber ich respektiere sie. Es ist eben Deine Meinung.” Und ich mich nicht ständig erklären muss, warum ich das so oder so entschieden habe.

Ich bin die Mutter, ich bin verantwortlich und ich entscheide. Und: Es gibt nur einen perfekten Weg und das ist der, der zur Familie passt.

Punkt.

… einen Augenblick …

… innehalten.

Dem Kind zusehen, wie es es endlich schafft, mit seinem Dreirad Slalom um seine Hütchen zu fahren, er hat so lange geübt und heute morgen klappte es endlich.

Die Augen schließen, die Sonne darauf scheinen zu lassen.

Das wunderbare Wetter genießen.

Gar nichts tun, einfach nur da zu sitzen.

In diesem Augenblick hält die Welt an und wartet, bis ich bereit bin, die Augen aufzumachen und weiter zu machen.

Danke. Es tut so gut…

 

… lecker …

Ich merke in den letzten Tagen, wie sehr mir das Fotografieren oft fehlt.

Der Mann hat Urlaub und das macht sich sofort bemerkbar. Ich hab schlicht und ergreifend mehr Zeit für  mich, der Zwerg ist mit seinem Papa draußen. Diese Zeit fehlt mir im Alltag sehr, sie ist einfach nicht drin. Der Kleine war einfach noch nie der Typ, der sich lange und ausdauernd mit sich selbst beschäftigen kann. Er braucht unwahrscheinlich viel Aufmerksamkeit und will beschäftigt werden. Das war schon immer so. Und ich gebe ihm die Zeit meistens auch, aber die Zeit fehlt dann halt für mich.

Also genieße ich diese Tage so sehr, in denen der Mann da ist, ich einfach auch mal ne Stunde weg kann und ich Zeit für mich habe. Und ich nehme mir das Recht nun auch, wegzufahren und was allein zu machen oder auch mal nur ne Stunde zu sitzen und zu lesen. Und: Ich habe mein schlechtes Gewissen dabei abgelegt, ich bin nicht mehr nur Mutter, ich b

… etwas ruhiger …

… müssen wir es in den nächsten Tagen und Wochen angehen lassen. Der Kleine braucht uns im Moment so sehr und er braucht so sehr sein gewohntes Umfeld und seinen Alltag inklusive unserer Routine. Die letzten Wochen, der Besuch meiner Schwester mit meinem Neffen und die Fahrt zu ihr nach Hause (da meine Mutter krank geworden ist, habe ich meine Schwester nach Hause gefahren, habe 2 Tage drangehängt und bin dann mit dem Zwerg allein nach Hause gefahren) haben den Kleinen sehr aus der Bahn geworfen.

Dazu kommt, dass zuverlässig auch in Jahr vor seinem Geburtstag eine schwierige Phase durchmacht, hatten wir schon vor dem ersten und dem zweiten Geburtstag und so ist das auch in diesem Jahr nicht anders. Er braucht unwahrscheinlich viel Körperkontakt und Aufmerksamkeit. Seit letzter Woche stottert er ganz ganz schlimm, manchmal bekommt er kaum einen Satz gerade raus. Aus allem, was ich gelesen hab, ist das völlig normal, eine Reaktion auf den Streß der letzten 3 Wochen in Kombination mit einem Entwicklungsschub.

Aber: Es ist anstrengend. Ich will und darf ihm nicht zeigen, dass er etwas falsch macht, gleichzeitig fällt es mir schwer, so zu tun als wäre nichts. Es ist schwierig, er merkt selbst, dass was nicht in Ordnung ist.

Durch den Besuch meiner Schwester und meines Neffen hat er dann auch noch einen kleinen Schritt zurück gemacht in der Entwicklung, hat ständig die Hände im Mund zum Beispiel. Das hatte er vorher überhaupt. Mein Neffe ist 11 Monate alt, da ist es natürlich, dass es so ist. Unsere Nächte sind anstrengend, mein Kind, das immer schlief, wird nunmehr dauernd wach und ruft nach mir. Es passt in unsere Situation, aber es bringt mich auch an meine Grenzen, meinen knapp 3 Jahren alten Kind nachts um 2:27 Uhr erklären zu müssen, dass jetzt Schlafenszeit ist. Mein Neffe schläft sehr schlecht, wird nachts dauernd wach und macht Theater (ich hatte schon mal davon erzählt). Und da mein Sohn das natürlich mitbekommt, erzählt er mir gerne mitten in der Nacht, sein Cousin würde schließlich nachts auch immer Theater machen, da dürfte er das auch.

Und so geht es weiter. Ich könnte noch so viele Geschichten erzählen. Es ist halt schwierig im Moment, ich bin dankbar, dass das lange Osterwochenende vor der Tür steht und wir vielleicht einfach etwas zu Ruhe kommen. Hier fließen viel zu viele Tränen in der letzten Zeit, ich bin ziemlich geschafft von allem.

Trotz der ganzen Probleme bin ich im Moment so glücklich. Meine Ehe, die schon zu Ende war, die gescheitert und beendet war, hat sich blendend erholt und ich bin glücklicher als je zuvor mit meinem Mann. Ich bin so dankbar, dass ich ihn an meiner Seite hab und ich bin stolz, dass wir es geschafft haben und uns nicht unterkriegen lassen.

Mein Sohn ist wirklich wundervoll, er kann das komplette ABC, sprechen und singen, er kann locker bis 15 zählen und was der so alles kennt und erkennt, was er alles weiß, was er alles spricht und in Sätze packt ist einfach nur unvorstellbar. Und: Er ist das total Draußen-Kind geworden, wann immer es geht, raus an die frische Luft, Garten, Spielplatz, Sandkiste, Dreiradfahren – Hauptsache raus. Vor einem Jahr noch unvorstellbar ist es heute einfach normal. Er hat seine L-E-G-O-Steine entdeckt und ich strahle vor Glück, meine beiden Männer sitzen vor mir auf dem Fußboden und spielen mit der L-E-G-O-Eisenbahn.

Wir haben so viele Pläne und Ziele, die wir erreichen wollen, aber die müssen erstmal ein bisschen warten, erstmal müssen wir zur Ruhe kommen. Aber ich weiß, wir schaffen es. Und ich freue mich unendlich darauf, die Welt mit den beiden Menschen zu erobern, die mir im Leben am wichtigsten sind, meine Männer.